Hilflosigkeit in Hingabe verwandeln – Transformation 2

Kongressbanner Herzmatrix-Liebesfeld mit Maria Rappay

Nach meinem Blog-Beitrag vom 4. April kommt nun der zweite Teil zum Thema „Transformation – was ist das und was hilft?“ (Er ist gleichzeitig mein Newsletter vom April.)

Wenn die alten Muster, die dem Überleben und der Kompensation gedient haben, nicht mehr greifen, erleben wir Menschen zunächst Angst, Leere und Hilflosigkeit. Wir wünschen uns zunächst unser altes Leben zurück, obwohl wir tief in uns wissen, dass es uns nicht glücklich gemacht hat. Doch es war vertraut und gab eine scheinbare Sicherheit.

Da wir meist nicht mehr zurück können, kommen wir nicht mehr umhin als diesen (alten!) Gefühlen von Angst, Panik, Verzweiflung, großen Unsicherheit und Hilflosigkeit zu begegnen. Einige Menschen greifen dann zu Psychopharmaka – was manchmal hilfreich sein kann, aber nur wenn wir auch traumainformiert begleitet werden. Sonst kann die Transformation nicht stattfinden, wenn die Therapie darauf abzielt, dass wir wieder funktionieren. Eventuell richten wir uns dann auf ein Leben mit einer dauernden Einnahme von zum Beispiel Antidepressiva ein. (Das ist in USA leider gang und gäbe.)

Wenn wir von jemandem begleitet werden, der sieht, dass es um Transformation geht (und nicht um eine Krankheit wie Depression), wird dieser Therapeut uns unterstützen, diesen Gefühlen – inklusive der Hilflosigkeit – Raum zu geben. So können wir durch sie hindurch gehen und am Ende des Prozesses verwandelt und mit einer größeren Sicherheit in uns selbst ein neues Leben beginnen.

Hilflosigkeit ist für die meisten Menschen ein ungeliebtes, scheinbar nicht aushaltbares Gefühl.

Meist liegt das daran, dass wir das Ausgeliefertsein des Kindes erinnern, das in seiner Not nichts anderes konnte als dieses Gefühl abzuspalten. Deshalb ist es hilfreich, die alte traumatische Hilflosigkeit zu prozessieren und aufzulösen.

Dann bleibt „nur“ noch die Hilflosigkeit, die Teil des Menschseins ist:
Wir können nichts tun, wenn wir zum Beispiel ausrutschen und plötzlich mit gebrochenem Bein zum Stillhalten „verdonnert“ sind. Wir können auch nichts tun, wenn ein uns naher Mensch krank wird oder vielleicht sogar stirbt. Wir können wenig gegen politische Entscheidungen oder Kriege tun. Etc, etc….

Bei dieser Art von Hilflosigkeit sind wir aufgefordert, loszulassen und uns in Demut vor dem Leben hinzugeben an das, was ist.

Sobald wir unseren Widerstand gegen die Wirklichkeit des menschlichen Lebens loslassen, können wir durch unsere Hingabe eine tiefere Wirklichkeit erleben, wo alles so sein darf, wie es ist. Dann fühlen wir jenseits des Schmerzes oder besser IM Schmerz die LIEBE, DIE ALLES DURCHDRINGT und werden erfüllt von ihr.

Pferde sind übrigens so wunderbare, extrem hilfreiche Begleiter in dem Prozess, in der Wirklichkeit, im Hier und Jetzt, anzukommen. Siehe meine Pferde-Workshops, eintägige für Orientierung in Krisen (bei Wessobrunn/Weilheim Obb.) und tiefergehende 2,5 Tage nähe Ammersee (Finning/Diessen)…

(Mein Newsletter vom 5. April 2026)

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