Ungeliebte Wut

Pferd im Licht bäumt sich auf

Unter allen Neins zur Wutkraft liegt das Missverständnis, dass diese Energie laut, grenzüberschreitend, explosiv, sogar gewalttätig ist.

Wut ist tatsächlich aber ein Teil unserer Lebenskraft, verankert in unserem Gehirn, mit der wir unsere Grenzen schützen, zu uns stehen und Dinge/Projekte anpacken können. Die “ungeliebte Wut” entspringt nicht der Kraft, sondern einer Hilflosigkeit. “Wüten” ist ein Ausagieren eines Nervensystems, das sich nicht mehr regulieren kann.

Zahlreiche Menschen, die ich begleite, haben gelernt, die Wutkraft zu unterdrücken. Entweder war dieses Gefühl, diese Kraft im Elternhaus nicht erlaubt und das Kind wurde bestraft oder sogar beschämt, wenn es es zeigte. Oder das Kind erlebte Wut (des Vaters, der Mutter) als ungerecht, explosiv-gefährlich, eventuell sogar bösartig und blieb in der Angststarre stecken mit dem Glaubenssatz: ich möchte nicht so werden wie Vater (oder Mutter).

Spirituelle Konzepte können diese Ablehnung zusätzlich noch legitimieren: Wir sollten unsere Mitmenschen lieben, nicht verletzen, Verständnis haben, den Fehler bei uns suchen, gleichmütig sein… Dies sind lauter „Einladungen“, das alte Muster der Wutunterdrückung weiterzuleben.

Wenn wir diese WutKRAFT nicht in unserem Menschsein integriert haben, kann es u.a. folgende negative Folgen haben:

  • Wir erleben uns oft als Opfer, unsere Grenzen werden nicht geachtet

  • Es fällt uns schwer, “nach vorne zu gehen” und unsere Ziele und Potenziale zu verwirklichen

  • Es fehlt uns an Kraft im Alltag

  • Die Wutkraft richtet sich gegen uns selbst in Form von Selbstzweifel, Selbstkritik, Selbsthass

  • Depressionen

  • Körperliche Symtome (Rückenschmerzen, Zahnprobleme etc)

    durch die chronische Anspannung im Körper bis hin zu Krankheiten (erhöhte Cortisolausschüttung, die das Immunsystem langfristig schwächt)

Am 25. Oktober kannst du in meinem Workshop in Weilheim mit mir zusammen in einer kleinen Gruppe von achtsamen Menschen diese Wutkraft traumasensibel erforschen; ohne Kissenklopfen oder Herumschreien. Letzteres kann manchmal ein lang versperrtes Ventil öffnen, dies bleibt aber nicht offen, wenn wir nicht kleine Schritte gehen und dadurch auch den Anteilen, die Angst oder tiefe Glaubenssätze bezüglich Wut haben, begegnen.
Mehr Informationen zum Workshop HIER.

Vom 27.- 31. Mai 2027 finden fünf besondere Tage an einem besonderen Ort in Tirol statt, in denen wir auch unsere Wutkraft integrieren lernen:
„Ja zu dir Selbst – in Frieden kommen“

PS: Mein neuer Telegram-Kanal: Mit Pferden heilen. Dort findest du allerlei Informationen und Inspirationen zu Pferden und ihrer Heil- und Herzkraft.